Homöopathie für Katzen

 

Da in der Homöopathie nie die Krankheit als solche, sondern immer das ganze Individuum behandelt wird, gibt es auch kein eigentliches "Indikationenverzeichnis". Was hier zusammengetragen wurde, ist eine Sammlung, entstanden aus Erfahrung und Literaturstudium, als erste Hilfe in akuten Notfällen und soll selbstverständlich nicht den Tierarztbesuch ersetzen.

 

Kreislaufschwäche, Schock

 

Veratrum album hilft bei Kreislaufschwäche, wie sie auch oft zu Beginn einer Infektionskrankheit oder in Zusammenhang mit Brechdurchfällen vorkommt. Wichtige Symptome: zuerst erhöhte Erregbarkeit und Reizbarkeit, danach schnelles Sinken der Kräfte, vollständige Erschöpfung, blaß, eingefallen, kalter Schweiß bes. auf der Stirn, kalter Atem, kalte Pfoten, der ganze Körper ist kalt. Bei Kreislaufschwäche Sterbender macht Veratrum album das Sterben leichter.

Carbo vegetabilis: Große Schwäche ist hier das Hauptsymptom. Die Haut ist kalt, besonders von den Knien abwärts; kalter Atem, kalter Schweiß bes. an den Gliedern, Bedürfnis nach Wärme; blaue Lippen, Atembeschwerden. Die Katze wirkt total erschöpft, reagiert kaum mehr, liegt reglos, wie tot, da, Puls aussetzend.
Bei asthmatischen Zuständen lindert Carbo veg. die Atemnot, hilft auch Tieren, die durch Krankheit oder Alter geschwächt sind.

Camphora hilft bei Kollaps, Ohnmacht, Atemstillstand, Schock. Wichtige Symptome: große Kälte der Körperoberfläche, plötzliche, völlige Erschöpfung, Krampf im Magen und an den Extremitäten, trotz der Kälte Abneigung gegen Wärme.

Aconitum: Schock, harter Puls, plötzliche extrem starke Schmerzen begleitet von Panik und Angst (z.B. nach Unfällen, bei Herzinfarkt), schlimmer gegen Abend und nachts. Treffen diese Symptome zu, vor allem die Angst als Begleitsymptom, ist Aconitum auch ein großes Schmerzmittel!

Opium hilft bei Schock "wie Weggetretensein", betäubter Schlaf mit rasselndem Atem wie Schnarchen, Puls voll, langsam, Gesicht rot und gedunsen, Augen blutunterlaufen und halbgeöffnet, meist vollkommene Schmerzlosigkeit, Unempfindlichkeit.

 

Verletzungen,Operationen

 

Arnica hilft bei jeder Verletzung wie Schlag, Stoß, Prellung, Verstauchung, Quetschung (Verkehrsunfälle), Blutungen; auch bei Zerschlagenheitsgefühl, Müdigkeit nach Überanstrengung (Muskulatur, auch Herz). Beschleunigt Wundheilung anlässlich einer Operation, z.B. Kastration, Geburt. Bitte, NIE VOR einer Operation geben, es könnte gefährliche Blutungen zur Folge haben!!!

Phosphorus hilft bei Blutungen, vor allem aus der Nase, von Zähnen und Zahnfleisch. Kleine Wunden bluten stark. Phosphorus "ist mit Blut verknüpft".

Rhus toxicodendron heilt die Folgen von Verrenkungen, Verstauchung und Zerrungen, starker Bezug zu Sehnen, Bändern, Haut, hilft auch bei akuten wie chronischen Gelenkentzündungen. Besserung durch Bewegung, außer zu Beginn der Bewegung; der Patient ist ungeduldig, ruhelos, extravertiert.

Symphytum officinale hilft bei Gesichtsverletzungen durch frontale Stürze mit Quetschungen, Abschürfungen und Blutergüssen, bei Stürzen aus der Höhe, wie sie gerade bei Katzen vorkommen, wenn Fenster etc. nicht entsprechend abgesichert sind.

Natrium sulphuricum hilft bei Schädeltraumata, zur Vorbeugung von Folgeerscheinungen von Gehirnerschütterung und -prellung, bei epilepsieartigen Zuckungen und Konzentrationsstörungen nach Schädeltrauma.

Hypericum hilft ebenfalls, wenn nach einem Unfall eine Gehirnerschütterung vermutet werden muss; bei jeder Verletzung von Nerven, bei Wirbelsäulenverletzungen, besonders schmerzhaften Verletzungen, Stichwunden durch Nägel, Nadeln, Dornen etc., Kratzwunden, Tierbissen (bes. Katzen- oder Rattenbissen; die Bissstellen sind sehr klein, kaum sichtbar, aber sehr tief und können zu sehr schweren Infektionen führen). Hier kann Hyperikum vorbeugen. Nicht nur für die Katze, auch für Tierbesitzer wichtig!

Ledum wirkt bei Stichwunden ähnlich gut, allerdings steht hier nicht eine Verletzung von Nerven im Vordergrund. Ledum folgt auch oft auf Arnika, es beseitigt blaue Flecken (blaues Auge).

 

Insektenstiche 

Ledum hilft nicht nur gegen Stichwunden sondern auch gegen Insektenstiche, besonders wirksam ist in diesem Fall die C200.

Apis mellifica hilft ebenfalls bei Insektenstichen; bei Bienen- oder Wespenstichen.

 

Erfrierungen

Agaricus

 

 

Stromschlag

Phosphorus

 

 

Verbrennungen

 

Urtica urens hilft bei leichteren Verbrennungen

Cantharis hilft bei Verbrennungen mit Bläschenbildung

Causticum hilft bei Verbrennungen und Verätzungen, auch im Körperinneren

 

 

Sonnenbrand, Sonnenstich

 

Belladonna: wichtige Symptome: pulsierende Hals- schlag- Ader, erweiterte Pupillen, schlägt um sich, überempfindlich gegen Sinneseindrücke

Cantharis hilft bei Sonnenbrand, ähnlich wie bei anderen Verbrennungen auch

 

 

Eiterungen

 

Hepar sulfuris: Wenn der Eiter erst im Begriff ist, sich zu bilden, kann man unter Umständen durch die Gabe einer hohen Potenz die Eiterung verhüten, und dem ganzen Prozess Einhalt gebieten. Man darf die Gabe aber nicht zu schnell wiederholen! Hat sich bereits Eiter gebildet, wird durch Hepar sulfuris der Reifungsprozess, der Eiter Abfluss und damit die Heilung beschleunigt. In diesem Fall kann man eine niedrigere Potenz wählen, muss aber nicht.

 Silicea ist bei allen chronischen Eiterungsprozessen angezeigt, bes. auch bei tief sitzenden Eiterungen, stößt Fremdkörper ab. Es passt zu einem späteren Stadium als Hepar sulfuris. Es hilft bei der Heilung, nachdem der Eiter abgeflossen ist.

 

 

Hals, Nase, Ohren,

  Infekte und Fieber

 

Aconitum: Es wirkt nur ganz kurze Zeit bei Beginn der Erkrankung, bevor der Infekt auf eine Organ lokalisiert ist, besonders wenn die Erkrankung durch Zugluft, trockene, kalte Luft, ausgelöst wurde. Typisch ist das plötzlich einsetzende Fieber gegen Abend; trockene, heiße Haut, Angst, Unruhe, Atmung und Herzschlag sind beschleunigt. Besonders wirksam ist Aconitum auch bei Ohrenschmerzen nach Zugluft.

Dulcamara hilft bei einer Ohrentzündung, der ein Bad vorausgegangen ist. 

Belladonna: Belladonna-Entzündungen sind, anders als bei Aconitum, mehr auf eine Stelle beschränkt, z. B. eine starke Halsentzündung, beginnender Katzenschnupfen (wenn die Katze noch etwas frisst), plötzliche, heftige, pulsierende Ohrenschmerzen. Anfalls weises, plötzliches Auftreten, schneller Verlauf; das Kitten ist z. B. in einer Minute vollkommen gesund und in der nächsten schwerkrank. Fieber mit heißem Kopf, kühlen Extremitäten, schneller, harter Puls, erweiterte Pupillen, Schleimhäute trocken, hochrot, Auffahren und Zucken im Schlaf, wie wenn die Katze in Krämpfe fallen würde. Sie leidet nicht unter Angst, ist aber gereizt. Sie mag keine Berührungen, kein grelles Licht, keinen Lärm und keine Erschütterung. Folge von Durchnässung, feuchtem Wetter. 

Nux vomica: "Große Hitze, der ganze Körper brennend heiß, besonders das Gesicht rot und heiß, dennoch kann der Patient sich nicht bewegen oder im geringsten entblößen ohne zu frösteln." Die Ursachen für das Fieber können vielfältig sein, entscheidend sind diese Symptome. 

Ferrum phosphoricum: bei Fieber in Zusammenhang mit einer unklaren Infektion oder nach einer Impfung, das Allgemeinbefinden ist nicht so stark beeinträchtigt. Ferr.Ph. hat sich auch bei symptomarmen Ohrenschmerzen bewährt. 

Lachesis: Rachen ist dunkelrot verfärbt; Stimmlosigkeit und Schluckbeschwerden, vorwiegend linksseitig, so beginnt z. B. eine Ohrentzündung links und wandert dann nach rechts, (bei Lycopodium ist es genau umgekehrt); der Patient liebt kalte Schlafplätze und schläft sich in die Verschlimmerung hinein, Katzen miauen viel, sind berührungsempfindlich mit heftigen Abwehrreaktionen im Hals- und Bauchbereich, alles, was in die Nähe der Nase oder des Mundes kommt, stört beim Atmen. Die Katze mag nichts Einengendes um Hals und Brust, kein Halsband. 

Mercurius: Halsschmerzen mit starkem Speicheln; bei eitrigen Mandeln gilt dasselbe wie bereits bei Hepar sulfuris beschrieben: keine Tiefpotenz......; Beginn mit aufsteigendem Frösteln, meist abends - in diesem Stadium kann man noch eine Erkrankung "abfangen" - schlimmer nachts. Schweiß lindert nicht, die Beschwerden nehmen mit dem Schweiß zu. Absonderungen sind erst dünn und wund machend, später werden sie dicker und mild. 

Sticta pulmonaria hilft bei Husten begleitet von trockenem Schnupfen, ev. verbunden mit akuten Gliederschmerzen. Niesen mit verstopfter Nase, Schlaflosigkeit, die nicht nur durch Husten ausgelöst ist sondern durch einen Zustand von Nervosität

Ipecacuanha: krampfhafte Hustenanfälle durch Schleimanhäufung mit Würgen bis zum Erbrechen, hilft auch bei Emphysem infolge chronischen Asthmas. 

Allium cepa: Schnupfen, Tränen fließen reichlich, brennen, machen aber nicht wund, der Nasen Ausfluss dagegen ist scharf und wund machend; anhaltendes und häufiges Niesen. Alles ist schlimmer im warmen Zimmer und besser in frischer Luft. 

Euphrasia: Im Gegensatz zu Allium cepa ist bei Euphrasia die Tränenflüssigkeit so scharf, dass die Umgebung der Augen wund ist und hässliche Spuren entstehen, der Nasen Ausfluss dagegen ist mild; ev. zäher Schleim auf der Hornhaut. Husten trocken, aber locker, im Gegensatz zu den meisten Hustenformen schlimmer am Tage und nicht störend in der Nacht. 

Kalium bichromicum: "Leiden jeglicher Schleimhäute, mit Ausfluss von zähem, klebrigem, festsitzendem Schleim welchen man in lange Fäden ziehen kann." Kalium bichromicum hilft nicht nur bei akuten Erkrankungen der Nasenschleimhaut (auch Mund, Rachen, Luftröhre...) mit faden ziehender Absonderung, sondern auch bei nachfolgenden chronischen Beschwerden, wie z.B. wenn eine Verschleimung im Nasen-Rachenraum ins Ohr übergeht. 

Echinacea purpurea: zur Stärkung des Immunsystems bei allen Infektionskrankheiten, egal ob durch Bakterien oder Viren verursacht; auch prophylaktisch, wenn die Gefahr einer Ansteckung besteht. Früh genug gegeben, kann es nach erfolgter Infektion sogar Antibiotika ersetzen.

 

 

Verdauungsorgane

 

Arsenicum album hilft bei stark faulig riechendem Durchfall, der in kleinen Mengen abgesetzt wird, fallweise mit Blut und Schleim vermischt, und bei Erbrechen. Beschwerden werden meist ausgelöst durch Fütterungsfehler, verdorbene Nahrungsmittel, insb. Fleisch und Fisch. Die Katze trinkt oft, jedoch ganz wenig, erbricht es ev. sofort wieder, ist ängstlich, unruhig, wechselt oft den Platz - Unruhe ist eines der wichtigsten Symptome - ebenso wichtig ist Verschlimmerung gegen Mitternacht und die große Mattigkeit; auch Abmagerung. Ars. alb. passt besonders gut zu sehr "ordentlichen" Tieren, die Wert auf ein gepflegtes Aussehen legen. 

Nux vomica hilft gegen Beschwerden durch zu vieles und zu schweres Essen, auch bei Folgen von Reise- stress; besonders geeignet für nervöse, ungeduldige Tiere, die sehr gereizt sind, sogar aggressiv werden können. Mittel bei Übelkeit, Erbrechen, typisch dabei Hunger trotz vorhandener Übelkeit. Es kommt sowohl Durchfall wie auch Verstopfung vor. Auffällig ist häufiger erfolgloser Stuhldrang oder bei Durchfall Abgang nur geringer Mengen von Kot bei jedem der häufigen Versuche.

Pulsatilla hilft gegen verdorbenen Magen besonders durch fette Speisen. Auffällig ist die Durst losigkeit bei trockenem Mund 

Ipecacuanha: Typisch ist bei diesem Mittel die ständige, nicht nachlassende Übelkeit, bei der auch Erbrechen keine Erleichterung bringt, Übelkeit, die alle Beschwerden begleitet; Durchfall mit "gegorenen", grasgrünen oder schleimigen Stühlen mit mehr oder weniger Blut. 

Calcium carbonicum: bei säuerlich riechenden Durchfällen vor allem bei schwabbeligen, zur dickheit neigenden Tieren mit viel Fell und gutem Appetit. Es riecht nicht nur der Stuhl sauer, das ganze Tier riecht sauer. Der Bauch ist aufgetrieben. Durchfall ist nachmittags schlimmer. Typisch ist auch ein Widerwillen gegen frische Luft. Die Tiere hassen den leisesten kühlen Luftzug. 

Carbo vegetabilis hilft bei Verdauungsstörungen ,die mit stinkenden Blähungen verbunden sind (wenn man die Katze auf den Arm nimmt etc. stellt man fest, das sie stinkt); hat sich besonders auch bei Jungtieren bewährt. Die Blähungen sind nicht unbedingt mit Durchfall verbunden, meist jedoch mit breiiger Beschaffenheit des Kots. (Häufig ist Dosenfutter die Ursache, eine Unverträglichkeit der Kohlehydrate, wie sie im Dosenfutter häufig enthalten sind. Die Unverträglichkeit vergeht meist, wenn das Jungtier ca. 1 Jahr alt ist.) 

Mercurius solubilis und Mercurius corrosivus hilft bei schweren Durchfällen. After wund, gerötet, die Katze will sich nicht säubern lassen, vergeblicher Drang nach jeder Entleerung, Tenesmus des Rectums; Stuhl ev. blutig-schleimig 

Podophyllum: bei wässerigem, sehr übel riechendem Durchfall, der mit großem Druck und in großen Mengen abgesetzt wird, wie aus einem Wasserrohr herausschießt; Podophyllum ist besonders dann angezeigt, wenn der Durchfall bei Jungtieren während des Zahnens oder des Zahnwechsels auftritt; typisch ist auch das Brechwürgen ohne Erbrechen. 

Lycopodium wirkt besonders gut bei ganz Jungen und Alten, die schwächlich, reizbar und verdrießlich sind. Im Gegensatz zu Carbo veg., wo die Blähungen vom Oberbauch ausgehen, ist bei Lyc. vor allem der Unterbauch aufgebläht, mit lautem Rumoren, oft in Verbindung mit chron. Leberleiden. Stühle sind blass gelb oder grünlich, übel riechend, anfangs klumpig, dann weich. Verstopfung, ähnlich wie bei Nux vom., verbunden mit häufigem vergeblichem Stuhldrang aber während er bei Nux vom durch unregelmäßige Darmperistaltik verursacht wird, besteht hier ein krampfhaftes Zusammenziehen des Afters, das den Stuhlgang verhindert und heftige Schmerzen verursacht.

Opium hilft, wenn die Darmperistaltik gänzlich aufgehoben scheint, es besteht nicht einmal das Verlangen nach Stuhlgang.

Bei jedem sehr starkem Durchfall und oder starkem Erbrechen, bzw. wenn am 2. Tag noch keine Besserung zu bemerken ist, zum Tierarzt! Der große Flüssigkeitsverlust könnte lebensgefährlich werden. Erbrechen und Durchfall können auch der Beginn einer ernsten Infektionskrankheit sein.

 

 

Harnorgane

 

Cantharis kommt bei Blasenentzündung zum Einsatz. Auffallend ist, dass die Katze häufig die Toilette besucht aber nur wenig Urin absetzt. Sie hat starke Schmerzen, sie krümmt den Rücken, bewegt sich steif. Der Urin kann Schleim und Blut enthalten. Das typischste Symptom, den brennenden Schmerz; können wir bei den Tieren leider nicht erfragen... Der Patient ist missmutig, unruhig, unzufrieden, bekümmert, schreit zuweilen heftig auf. 

Apis melifica hilft ebenfalls bei Infektionen der Harnwege. Die Symptome sind weniger heftig als bei Cantharis. Die Schmerzen, die Apis verlangen, sind eher stechend. Der Patient ist ruhiger. 

Sabal serrulatum sollte in keiner Notfallapotheke von Katerbesitzern fehlen, wird als "homöopathischer Katheter" bezeichnet; hilft bei Harnverhaltung, Verlegung der Harnröhre durch Gries. Der Kater läuft immer wieder zur Toilette und versucht verzweifelt Urin abzusetzen. Das gelingt ihm aber nur unter starkem Pressen und offensichtlichen Schmerzen. Häufig gehen aber nur wenig Tropfen blutigen Urins ab. Wenn der Harn nicht sehr schnell zu fließen beginnt, unbedingt zum Tierarzt! 

Lycopodium hilft ebenfalls bei Harn- Gries, bes. bei reizbaren, verdrießlichen Patienten

 

 

Geburt

 

Caulophyllum wirkt bei mangelnder Elastizität der Gebärmutter, reguliert den Uterustonus zur Norm. Es wirkt wehen auslösend, aber nicht so stark wie Oxitocin, mit dem Vorteil, dass es nach der Geburt nicht zu Störungen der Laktation und zu psychischen Störungen kommt. Die Wehen setzen langsam und sanft ein und steigen allmählich bis zur Fruchtaustreibung.

Secale cornutum fördert ebenfalls die Kontraktion der Gebärmutter, hilft beim Abstoßen von Fremdkörpern und der Nachgeburt und verhindert so eine Gebärmutterinfektion. Durch die zusammenziehende Wirkung auf die Uteruswand kann das Mutterkorn auch Blutungen post partum stoppen. Vorsicht mit niederen Potenzen! 

Sabina fördert ebenfalls das Abstoßen der Nachgeburt. Tiefe Potenzen fördern die Kontraktionen, hohe können auf starke Nachwehen beruhigend wirken. 

Belladonna könnte hilfreich sein bei Beginn einer Gebärmutterentzündung (siehe auch Atmungsorgane, Fieber). Weitere Mittel sind: Apis, Lachesis, Pyrogenium und natürlich noch viele andere. Eine Gebärmutterentzündung gehört aber unbedingt so schnell wie möglich in die Hände eines Tierarztes oder eines wirklich guten und erfahrenen Homöopathen. Abgesehen vom alleräußersten Notfall ist von jeder Selbstbehandlung abzuraten. 

Calcium phosphoricum C 200 hilft bei drohender Eklampsie, wenn nicht sofort ein Tierarzt erreichbar ist, ansonsten SOFORT zum Tierarzt

 

 

Milchmangel

 

Phytolacca hilft auch bei Milchmangel, vor allem bei gut entwickeltem aber psychisch "gebremstem" Gesäuge. 

Pulsatilla hilft bei schwankenden Milchmengen, ev. auch bei offensichtlich unterentwickelten Brustdrüsen; bei ängstlichen Katzen mit Stimmungsschwankungen.... 

Urtica wirkt ebenfalls auf die Milchdrüsen. Mit niederen Potenzen kann man die Milchbildung anregen, mit hohen Potenzen übermäßige Milchbildung einbremsen.

 

 

Gesäuge

 

Phytolacca hat eine besondere Beziehung zu den Milchdrüsen und ist ein ganz wichtiges Mittel bei einer Gesäuge Entzündung. Das Gesäuge ist hart und geschwollen fühlt sich heiß an und ist stark gerötet (kann auch einzeln Zitzen betreffen). Phytolacca wirkt entstauend. 

Belladonna kann zu Beginn einer Mastitis ebenfalls sehr hilfreich sein, vor allem, wenn die Entzündung sehr plötzlich und mit Fieber auftritt (siehe Fieber....). Auch bei einer Gesäuge Entzündung ist unbedingt der Tierarzt oder ein erfahrener Homöopath aufzusuchen.

 

Welpenmittel

 

Veratrum album kann zur Stabilisierung des Kreislaufs nach einer schwierigen Geburt nützlich sein. 

Arnica soll Kitten helfen, die während der Geburt Zerrungen und Quetschungen erlitten haben. 

Natrium sulphuricum hilft Neugeborenen bei Geburtstraumata am Kopf 

Calcium Der Kalk besitzt besondere Bedeutung für das kindliche Alter, wo Störungen des Kalkhaushaltes zu div. Störungen führen können. 

Calc. Carb. passt besonders gut zu gut genährten, eher ruhigen und gutmütigen Welpen, oft mit großem Hängebauch und gutem Appetit. Die Welpen suchen Wärme und Geborgenheit. Es fehlt ihnen an „Festigkeit“ in Muskeln und Knochen. Diese Welpen neigen zu hellen, säuerlich riechenden Durchfällen und zu Blähungen infolge von Milchunverträglichkeit. 

Calc. Phos.: Die Kitten ähneln anfangs äußerlich den Calc. Carb.- Kitten. Bald aber laufen die Entwicklungslinien auseinander. Die Calc. ph.- Kitten werden mager, schlank, unruhig. Sie haben eine hastige, ungeduldige Art zu trinken und öfters durch fällige, unverdaute Stühle. 

Silicea ist angezeigt, wenn sich Jungtiere nicht recht entwickeln wollen, ohne ersichtlichen Grund in der Entwicklung zurückbleiben, nicht zunehmen. Sie haben wechselnden Appetit, sind ängstlich und schreckhaft. Sie neigen zu Verstopfung und auch zu Durchfall, die Stühle sind immer anders, ähnlich wie bei Pulsatilla. Silicea baut die Katze auf.

 

 

Psychische und Verhaltensprobleme

 

Ignatia ist das Heimwehmittel schlechthin, wenn die Katze Probleme mit einem Orts- oder Besitzerwechsel zeigt, oder den Verlust einer geliebten menschlichen oder kätzischen "Bezugsperson" nicht verkraftet ( Futterverweigerung, Verstecken.....). 

Argentum nitricum hilft, wenn eine Katze, bedingt durch Veränderungen ( Möbel wurden umgestellt etc....), unsauber geworden ist, bei psychisch bedingtem Durchfall und Blähungen, bei Angst- und Panikzuständen. Durch Argentum nitricum kann das seelische Gleichgewicht wieder hergestellt werden

Veratrum album ist ebenfalls ein wichtiges Mittel bei allen "Gemütskrankheiten", oft mit unwillkürlichem Kotabsatz und Blähungen (siehe auch „Kreislaufschwäche, Schock). 

Opium hilft nach einem großen Schrecken, auch nach Schock (Unfall-, Operationsschock), bei Bewusstlosigkeit mit schnarchender Atmung, die Katze wirkt wie erstarrt (siehe auch „Kreislaufschwäche, Schock). 

Aconitum ist auch ein Mittel gegen Leiden, die als Folge von Schreck entstanden sind, auch psychische (z.B. Angst und Panikattacken, siehe auch „Kreislaufschwäche, Schock). 

Chamomilla C 200 hilft bei Rivalitäten zwischen zwei oder mehreren Katzen; eine einmalige Gabe zur gleichen Zeit für alle streitenden Parteien, kann auch in Hinblick auf die ev. verlorene Stubenreinheit helfen. 

Hyoscyamus niger soll bei plötzlich auftretender Aggressivität bei sonst friedlichen Tieren helfen, auch bei epileptischen Krämpfen. 

Cocculus indicus hilft bei Reisekrankheit, Übelkeit in Fahrzeugen 

Borax soll Flugangst verhindern 

Hypericum kann bei nervösen, nervenschwachen Katzen Hilfe bringen

 

Beschreibung der einzelnen Mittel

 

anzuwenden bei folgenden Beschwerden:

 

 Abrotanum
(artemisia abrotanum, Ebertaufe)

 

D4 zur Stärkung des Darmes bei Wechsel von Durchfall und Verstopfung bei Appetitlosigkeit und allgemeiner Schwäche.

 Schonendes Mittel bei Wurmbefall (Spulwürmer) von Welpen:

D3 gibt man dreimal täglich eine Woche lang vor dem Impfen und bei Bedarf.

Zum Abschluss nur einmal eine Gabe Calcium carbonicum D200

 

Aconitum

 

ist ein sehr wichtiges Mittel bei beginnenden Infektionen.

Typisch ist plötzlich einsetzendes Fieber am Abend.

Die Katze verhält sich ruhelos, ängstlich. Atmung und Herzschlag sind beschleunigt.

Verabreichen sie Aconitum D6 möglichst früh bei Fieberbeginn im Abstand von 20 Minuten.

Es hilft nicht mehr, wenn der Infekt auf einem Organ lokalisiert ist.

 

Apis

(Apis mellifica, die Honigbiene)

 

hat schon oft geholfen, die lästigen Begleiterscheinungen von Insektenstichen zu mildern.

Wenn die Katze gestochen wurde, alle 15 Minuten eine Gabe, danach seltener.

Bis sich die Schwellung deutlich zurückgebildet hat, bekommt die Katze noch dreimal täglich eine Gabe.

Sollte der Stich jedoch im Auge oder im Mund- oder Rachenraum sein,

muss man unverzüglich einen Tierarzt aufsuchen. Bis man diesen erreicht,

Apis mellifica D6 eingeben und die Stichstelle mit Eiswürfeln kühlen.

Apis hat sich außerdem als Entzündungsmittel bei Infektionen der Schleimhäute,

Harnwege und bei Gesäuge Entzündung bewährt. Stündlich eine Gabe,

nach Besserung dann dreimal täglich. Mit Apis D30 zumindest dreimal täglich

wird Restflüssigkeit aufgesaugt wenn ein Kitten bei der Geburt Fruchtwasser

geschluckt hat (bis sie nichts mehr hören, meist reichen zwei bis drei Gaben).

  

Arnica

(Arnica montana, Berwohlverleih)

 

fördert die Heilungsbereitschaft, eignet sich hervorragend zur Wundreinigung

und -desinfektion. D30 vor und nach Operationen (auch Kastration),

jeweils 1 Dosis direkt davor und danach, dann 1 Dosis 1x tgl. für 2 Tage.

D6 bei Verletzungen aller Art. Gegen Schock und Blutungen hilft Arnica vorzüglich!

1 Dosis alle halbe Stunde, nach Besserung 3 mal tgl.

(ist auch für den Menschen ein tolles Mittel, z.B. zur Vorbeugung von "blauen Flecken" !)

D4 oder D6 gibt man bei Schockzuständen alle 20 Minuten, sonst zwei bis dreimal täglich eine Gabe.

Bei alten antriebsschwachen Katzen hat sich Arnica D200 einmal die Woche bewährt.

Arnica sorgt für kräftige Durchblutung und stärkt das Herz. Äußerlich: Arnica extern,

20 Tropfen auf 1 Esslöffel Wasser zur Wundreinigung. Für schwächlich wirkende Welpen,

einmal Arnica D30 oder D200 (es reichen ein bis zwei Kügelchen). Nachsorge für die Mutter: einmal Arnica D30 stabilisiert den Kreislauf und wirkt antiseptisch.

  

Baptisia

(Wilder Indigo)

 

wirkt bei allen Infektionen im Nasen-, Rachen- und Mundhöhlenbereich.

Hat die Katze hohes Fieber, ist sehr müde bis apathisch, wenn man in den Mund schaut

sieht der Zungenrand wie zerfressen aus, und auf der Zunge sind eine oder sogar

mehrere Blasen. Diese Erscheinungen treten während eines Katzenschnupfens auf,

dessen Verursacher ein Herpes- oder Calicivirus ist.

Die Tiere sitzen erbarmungswürdig vor dem Futternapf und können nicht fressen.

Baptisia verabreicht man am ersten Tag alle zwei Stunden je eine Gabe,

am zweiten Tag alle drei Stunden, und an den weiteren Tagen dreimal täglich.

Baptisia heilt so rasch, dass man hinterher oft denkt:

"So schlimm kann die Krankheit doch gar nicht gewesen sein".

 

Calcium carbonicum

(Hahnemanni, Austernschemkalk)

 

verhindert Wieder befall mit Würmern bei Welpen,

zum Abschluss des Entwurmens mit Abrotanum einmal eine Gabe Calcium carbonicum D200.

Muskelzittern, Krämpfe, erweiterte Pupillen, starkes Hecheln bei der Mutter nach einer Geburt sind Hinweise auf Eklampsie:

drei bis fünf Gaben Calcium Carbonicum D30 dazwischen mindestens vier Gaben Magnesium phosphoricum  D6 für drei bis fünf Tage lang, mit Besserung seltener.

 

Calcium phosphoricum

 

bei Wachstumsstörungen, für gesunde Zahnentwicklung,

wirkt sich positiv auf den Knochenbau aus. D6 einmal täglich eine Gabe bis

zehn Gramm des Medikaments verbraucht sind, ab dem

3. Monat, für Kitten ist das eine einmalige Chance in ihrem Leben,

gesunde und starke Zähne zu bekommen. Für werdende Mütter,

drei Tage vor der Geburt bis zehn

Tage danach einmal täglich Calcium phosphoricum D30

 

Calendula officinalis

(Ringelblume)

 

wirkt reinigend und desinfizierend und fördert die Ausheilung von Wunden.

Zur innerlichen und äußeren (Ringelblumensalbe) Anwendung bei Verletzungen.

 

Caulophyllum

(Caulophyllum thalictriodes, Frauenwurz)

 

regt die Wehentätigkeit während der Geburt an und fördert den physiologischen

Ablauf der Geburt. Das Mittel wird nur verwendet, wenn

Wehen bereits eingesetzt haben, dann aber nachlassen. D6 alle 15 bis 30 Minuten einige Male eine Gabe.

Sie können es auch prophylaktisch geben (nach Einsetzen der Wehen, nicht vorher),

bzw. wenn die Abstände zwischen den Welpen 50 Minuten und mehr betragen.

 

Cimicifuga racemosa

(Wanzenkraut)

 

zur Erleichterung der Geburt, zur Verhinderung eines drohenden Aborts,

man kann damit normale Wehen aktivieren. D6 alle 30 Minuten einige Male eine Gabe.

 

Echinacea

(Echinacea augustifolia, Kegelblume, Sonnenhut)

 

steigert körpereigene Abwehr und ist bei Mensch und Tier in gleicher Potenz einsetzbar.

Hilfreich nach Verletzungen und bei Infektionskrankheiten,

eignet sich auch gut vor Ausstellungen oder bei Stresssituationen.

D1 unterstützt das ganze Immunsystem bei allen Unpässlichkeiten, es ersetzt sogar, rechtzeitig gegeben, ein Antibiotika (dann die Dosierung:

3 mal täglich 1 Dosis für 2 Wochen) sonst zur Unterstützung bei allem 1 mal tgl. 1 Dosis

(auch für uns Menschen ein tolles Mittel), oder 1-2 Tabl. ins Trinkwasser für alle Katzen!

 

Euphrasia officinalis

(Augentrost)

 

bei Bindehautentzündungen der Augen oder Hornhautverletzungen,

bei Babys, wenn die Äuglein verkleben. D6 oder niedriger,

in akuten Fällen dreimal täglich eine Gabe. Auch als Augentropfen erhältlich.

 

Hepar sulfuris

(Kalkschwefelleber)

 

ist das Mittel für akute Eiterungsprozesse, die mit hoher Schmerzhaftigkeit und Berührungsempfindlichkeit einhergehen, bei infizierten

Wunden, Bisswunden, immer dann wenn es gilt die Abkapselung und Austreibung eines eitrigen Sekretes zu fördern (es wird nicht umsonst das "homöopathische Messer" genannt), auch beim Schnupfen, wenn sich das eitrige Sekret nicht lösen will.

Zwei mal täglich eine Dosis für drei Tage.

 

Ignatia

 

D30 ist DAS Heimwehmittel für ihr neues Kätzchen, das sich nach der

Mutti sehnt. Dosierung: nur 1 Tag lang, morgens, mittags und abends jeweils eine Gabe,

und sie werden merken, wie es wirkt!

 

Hypericum perforatum

(Johanniskraut)

 

zur Wundheilung, beruhigt die Nerven, schmerzlindernd und Juckreiz hemmend.

Verwendet man als Öl, auch bei offenen Wunden.

 

Lachesis mutus

(Gift der Buschmeister-Schlange)

 

das wichtigste Infektions- und Fiebermittel bei der Katze mit Temperaturen über 40,0 C

und Vergrößerung der Lymphknoten. Auch nach Geburten zusammen mit

Sabina zur Verhütung von Infektionen.

Fünf Tage zweimal eine Dosis D8. Bei Gebärmutterentzündung mit erhöhter

Temperatur zweimal täglich Pyrogenium D30 im Wechsel mit Lachesis D30 für drei Tage, bei sichtbarem

Ausfluss genauso oft Sepia D30. Zusätzlich in jedem Fall: zweimal täglich 0,5 ml Echinacea comp.

injiziert oder oral.

 

Mercurius solubilis

(Quecksilber)

 

bei starken Schleimhautentzündungen mit Neigung zu Blutungen,

Zahnfleisch- und Rachenentzündungen, blutige Durchfälle,

akute Blasenentzündungen. Zweimal täglich eine Dosis D8.

 

Murex Purpureus

 

kann die Rolligkeit der Katze regulieren, wenn die Katze zu oft Rollig wird.

D30 alle vier bis fünf Tage einmal am Tag, bis die Rolligkeit auf ein normales

Maß reduziert ist.

 

Nux vomica

(Brechnuss)

 

Magendarmmittel bei schlechtem Appetit mit Verstopfung oder auch Erbrechen und Durchfall,

Koliken, Blähungen, wirkt regulierend auf den Magen- Darmtrakt.

Zwei bis viermal täglich eine Dosis D6

 

Phytolacca

(Kermesbeere)

 

zur Behandlung der Milchdrüsen, besonders bei Verhärtungen.

D6 oder D3 lassen die Milch fließen, wenn man zwei bis dreimal täglich eine Gabe verabreicht.

D1 beseitigt bei gleicher Dosierung einen Milchstau und lässt auch die Milch versiegen.

 

Pulsatilla pratensis

(Wiesen-Küchenschelle)

 

wirkt positiv auf die Geschlechtsfunktion, bei Kätzinnen auf die Eierstockfunktion

die Gebärmutter und fördert die Erweiterung der Geburtswege,

mit Pulsatilla vorbereitete Katzen haben viel Fruchtwasser.

D4 gibt man zur Geburtsvorbereitung ab dem 50.

Schwangerschaftstag einmal täglich eine Gabe.

Bei Milchmangel zwei bis dreimal täglich eine Gabe D4 bis die Milch fließt.

Bei Unpässlichkeiten des Magen-Darm-Traktes: 3-5 mal täglich 1 Dosis.

Bei Bindehautentzündung, wenn diese schon mit gelblichen Sekret einhergeht:

2-3 mal tgl. 1 Dosis bis zur Besserung.

 

Rhus Toxicodendron

 

D6 hilft bei akuten wie chronischen Gelenkentzündungen (Arthritis).

Es heilt auch die Folgen von Verrenkungen, Verstauchung und Zerrungen.

 

Sabina

(Sadebaum)

 

fördert die Ausscheidung der Nachgeburt und die Rückbildung der Gebärmutter,

auch zur Verhinderung des Frühaborts. D6 zur Geburtsnachsorge zweimal täglich eine Gabe,

ca. 2-4 Tage lang. Zur Verhinderung eines Aborts setzt man besser Tropfen ein im 1/2 stündlichen Abstand.

 

Silicea

(acidum silicium, Kieselsäure)

 

bei Schäden der Haut und schlechter Heilung,

wirkt positiv auf das Bindegewebe, als Balsam sehr zu empfehlen bei Verbrennungen,

ausgezeichnetes Mittel für Jungtiere, die nicht gedeihen wollen.

D30 bei Hautverdickungen (bei ewigem Kratzen entstanden),

Narben, schlecht heilende Wunden: zweimal täglich 1-2 Wochen lang oder bis alles verheilt ist.

Bewährt hat sich Silicea auch zur Vorbeugung gegen Impfreaktionen,

einige Tage vor und einige Tage nach einer Impfung D12 zwei- bis dreimal täglich.

Jungtiere bleiben ohne ersichtlichen Grund im Wachstum zurück:

einmal täglich Silicea D12 (besser D200) für einige Tage,

danach einmal pro Woche bis alles im Lot ist.

 

Sulfur

(gereinigter Schwefel)

 

das Mittel beim Stoffwechsel von Haut und Schleimhaut,

beim Fellwechsel, bei stumpfen oder fettigen Haar, zur Reaktionssteigerung und Entgiftung.

Ausscheidungsmittel von Stoffwechselschlacken auch nach vorausgegangenen chemischen Behandlungen.

Bei Hauterkrankungen, wenn der Fellwechsel verzögert eintritt, die Unterwolle sich nicht lösen will,

der Fellwechsel zu lange andauert, das Fell stumpf ist, die Haare sich fettig anfühlen,

besonders auf dem Rücken und zum Verfilzen neigen.

D12 einmal täglich zehn Tage lang oder D30 einmal pro Woche.

Gegen Akne am Kinn oder Fettschwanz gibt man D6 dreimal täglich 8-10 Tage lang.

 

Thuja occidentalis

 

gegen Impfschäden, D12 oder eine andere Potenz bei lokalen Reaktionen.

 

Traumeel Tabletten

 

bestehen aus vielen verschiedenen homöopathischen

Mitteln und können somit vielseitig eingesetzt werden.

Nach einer Kastration zweimal täglich eine Tablette ca. 2-4 Tage lang.

Auch bei Milchstau oder beginnender Gesäuge Entzündung der Mutterkatze hilft es sehr gut.

Bestens geeignet bei Verstauchungen oder ähnlichem

 

Urtica urens

(Brennessel)

 

leistet die gleichen Dienste wie Phyrolacca. D30 regt die Milchproduktion an,

D1 schränkt sie wieder ein, wenn man alle 6 Stunden eine Gabe verabreicht.

 

Viburnum opulis

 

Neigt Mieze zum Abort: eine Ampulle Viburnum opulis D200 unter

die Haut in der ersten Woche nach der Deckung. Oder: Viburnum opulis D30 zweimal

wöchentlich in den ersten vier Wochen

 

Verschiedenes

 

China ist ein bewährtes Rekonvaleszentenmittel, bes. nach Flüssigkeitsverlust, wenn sich die Katze nur langsam nach einer überstandenen Krankheit erholt, müde wirkt und sich nicht gerne berühren lässt; hilft auch bei Schockzuständen als Folge von Flüssigkeitsverlust (Durchfall, Erbrechen, Blutung....) 

Thuja hilft Impfschäden zu verhindern, darf aber unter keinen Umständen trächtigen Kätzinnen gegeben werden!!!

Natürlich kann man in die Notfallapotheke auch das sog. "Konstitutionsmittel" der Katze aufnehmen - sofern man es kennt. Streng genommen ist das Konstitutionsmittel das Simillimum, das Mittel also, das auf die Gesamtheit der Symptome eines Individuums gerichtet ist. Es kann sich daher auch im Laufe des Lebens immer wieder ändern. Temperamente oder klassifizierte Konstitutionstypen allein können jedenfalls keine Verschreibungsgrundlage für ein Mittel sein. Sie sind nur insofern interessant, als bei bestimmten Charaktertypen manche Krankheiten oder Störungen gehäuft auftreten. Zu einem wichtigen Symptom im Sinne einer Verschreibungsgrundlage werden diverse Charaktereigenschaften etc. erst dann, wenn sie in einer Beziehung zur vorhandenen Störung stehen oder auf irgendeine Weise ungewöhnlich sind.

Alle hier angegebenen Mittel sind in erster Linie als 1. Hilfe gedacht. Wie aus dem Zusammenhang zu ersehen ist, bieten sie aber auch die Möglichkeit, verschiedene akute Beschwerden gleich zu deren Beginn zu behandeln und damit ein weiteres Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Gelingt das nicht, ist in jedem Fall ein wirklich guter, klassisch arbeitender Homöopath oder Tierarzt aufzusuchen!

Bei chronischen Erkrankungen oder Beschwerden, die bei ein und demselben Tier immer wieder auftreten, ist von jeder Selbstbehandlung abzuraten. Die Behandlung chronischer Krankheiten erfordert ein qualifiziertes homöopathisches Wissen und ein ganz genaues Studium des Tieres, seiner Reaktionsweisen und der Entwicklung der Erkrankung, oft durch Generationen. Dasselbe gilt für für die Behandlung lebenswichtiger Organge. Eine falsche Behandlung kann unter Umständen schweren Schaden anrichten, eine echte Heilung behindern oder im schlimmsten Fall sogar unmöglich machen.

Potenzen: Die Anwendung von Tiefpotenzen ist in der Regel einfacher und risikoärmer als die Anwendung von Hochpotenzen. Tiefpotenzen werden daher meist nach so genannten "bewährten Indikationen" verordnet. Nachteile: Sie decken häufig nur die örtlichen Krankheitssymptome ab und wirken daher oft nur Krankheit unterdrückend. Ihre Wirkung ist nicht wirklich tief greifend. Außerdem kann es zu gefährlichen Erstverschlimmerungen kommen, bes. bei schweren akuten Störungen und stark geschwächten Patienten. 

Bei Hochpotenzen besteht die Gefahr, dass die Wirkung so stark und tief greifend ist , dass bei sehr geschwächten Patienten die "Lebenskraft" überfordert wird, was im Extremfall den Exitus bedeuten kann. 

Eine mittlere Potenz, etwas eine C30, wie sie auch Hahnemann selbst durch Jahrzehnte angewendet hat, ist daher normalerweise am risikoärmsten. 

Verabreichung: Als Darreichungsform sind Globuli und Tabletten am besten geeignet, Tropfen sollten, da sie Alkohol enthalten, nur im äußersten Notfall verwendet werden.

Unter einer Gabe versteht man normalerweise 5 Globuli, 5 Tropfen oder 1 Tablette.

Am schonsten ist es, wenn man einige Globuli (3 bis 5) in einem zur Hälfte mit Wasser gefüllten Einwegbecher auflöst und der Katze davon mit einer Einwegspritze (ohne Nadel) ca. 2-3 ml seitlich ins Mäulchen gibt. Je nach Heftigkeit der Erkrankung kann die Einnahme für kurze Zeit mehrmals in größeren oder kleineren Abständen (alle 10 Minuten, stündlich oder 3x tgl.) wiederholt werden. Vor jeder Einnahme muss gut umgerührt werden. Dazu darf man aber keinen Metall Löffel verwenden. 

Sobald eine erkennbare Besserung eintritt, braucht die Mittelgabe nicht mehr wiederholt zu werden. Das Wiederholen könnte in diesem Fall sogar den Heilungsprozess behindern. Eine Wiederholung ist erst wieder notwendig, wenn die Besserung stagniert. 

Tritt nicht bereits nach kurzer Zeit, nach den ersten Gaben, zumindest eine leichte Besserung ein, ist anzunehmen, daß das falsche Mittel gewählt wurde oder eine andere Potenz nötig wäre. Das ist aber der Punkt, wo fundiertes Fachwissen notwendig wird.

 

 

Die normalen Körperfunktionen der gesunden Katze

 

Normaltemperatur schwankt zwischen 37,8 und 39,2 Grad

Puls: 108 bis 132 Schläge pro Minute (bei Aufregung bis 200)

Atemzüge: 20 bis 30 pro Minute